„Ein Besuch bei Elisa Greenwood ist wie das Eintauchen in eine andere Welt – eine Welt voller Farben, Geschichte liebevoll bewahrter Objekte. Schon beim Eintreten empfängt mich die Künstlerin mit einer Wärme, die auch ihr gesamtes Zuhause ausstrahlt. Bunte, freundliche Details und zahlreiche alte Schätze schaffen eine einzigartige, heimelige Atmosphäre. Elisa Greenwood sucht, sammelt und experimentiert. Als Autodidaktin fand sie erst nach langjährigem Austesten verschiedener Möglichkeiten und unterschiedlicher Techniken ihren eigentlichen künstlerischen Weg. Die Wiener Neustädterin gestaltet im Stil der Trash Art Skulpturen und Collagen aus Gebrauchsgegenständen vergangener Zeiten – diese einfachen Dinge des Alltags lässt sie durch ein völlig verändertes Zusammenspiel zu einem neuen Eigenleben erwachen. Die den alten Dingen ureigene Ästhetik bewahrt die Künstlerin auf diese Weise vor ihrem endgültigen Ende. Nichts entgeht ihrem aufmerksamen Blick – selbst unscheinbare Dinge werden in ihren Händen wiederbelebt und erhalten eine neue Bestimmung.
Für Elisa Greenwood ist kein Gegenstand nutzlos, und so erzählt auch ihr Wohnraum auf einzigartige Weise seine eigenen Geschichten. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt: sie zeigt sich nicht nur in der Einrichtung des Hauses, sondern auch in den Kochkünsten der Gastgeberin. Bei Kaffee, Tee und selbst gebackenen Köstlichkeiten lausche ich Elisas Reise- und Lebenserinnerungen in einem Ambiente, in dem selbst zahlreiche Geschichten stecken.
Während unseres Gesprächs werden wir von einer Meise beobachtet, die sich auf einem Ast vor dem Fenster niedergelassen hat. Nur der Jahreszeit ist es geschuldet, dass wir im Haus sitzen, denn – wie Elisa Greenwood selbst sagt – lebt sie eigentlich nach draußen. Der Garten ist ihr bevorzugter Aufenthaltsort und auch dieser gibt Einblick in eine besondere Atmosphäre und spiegelt die inspirierende Persönlichkeit dieser eindrucksvollen Künstlerin wider.„