Die Werke

„Und sie überrascht immer wieder  – ausnahmslos. Wenn man mit Exponaten von Elisa Greenwood konfrontiert wird,
ihre auf den ersten Blick mitunter seltsamen anmutenden Gebilde oder Kleinstskulpturen betrachtet, muss man über die Spontanität ihrer Ideen und den dahinterliegenden Esprit, verbunden mit punktgenauem Wortwitz, staunen,
lächeln und erkennend zustimmen.
Was Elisa Greenwood aus scheinbar wertlosem Schrott zaubert ist einzigartig und zeugt von intelligenten Ideen, natürlich auch von solidem Handwerk, vor allem aber von Menschenkenntnis und Lebenserfahrung.
Ein Hufeisen, zwei verrostete Harkenblätter  – scheinbar verloren, unbrauchbar: Elisa Greenwood zaubert daraus Marandjosef. – »Ja, klar«, wird man sagen, wenn man die Kleinskulptur betrachtet. Und man wird bewundernd den Kopf schütteln ob der Fantasie, die dahintersteckt.
Elisa Greenwoods Werke zu betrachten bedeutet, sich auf eine spannende und unterhaltsame Reise in eine Welt zu begeben, die fesselt und neugierig macht. Einzigartig eben.“


Harald Knabl
Obmann des Forum Bad Fischau-Brunn

„Ein möglicherweise gefundenes Objekt, das einen Moment, bevor es entdeckt wird, noch unbeachtet war, wird plötzlich Teil eines Kunstwerks. Elisa schenkt den Dingen Vertrauen – traut ihnen also zu, eine zentrale Rolle in ihrem künstlerischen Schaffen zu spielen.
Die zweckfreien Kombinationen trivialer Gegenstände und Materialien in neuen Sinnzusammenhängen sowie ihre Erhebung zum Kunstwerk zeigen spielerische, anarchische und provokante Züge. Sie setzt banale Dinge in einen anderen Kontext und gibt ihnen jene Autonomie zurück, aus der erst die Freiheit entsteht, neue Bedeutungen in ihnen zu entdecken.
Es sind oft unscheinbare Objekte, an denen sich die Fantasie entzündet – vielleicht, weil sie es erlauben, längst Vergangenes an Bekanntes anzuknüpfen.
Die Betrachtenden nehmen Elisas surreale, dadaistische, expressive Kunstwerke erst dadurch wirklich wahr, dass sie irritieren. Wenn die offensichtliche Verwendung einzelner Elemente nicht mehr plausibel ist, führt dies zu einer Sensibilisierung für assoziative Erweiterungen.
Ihre Werke sind – ähnlich wie es der französische Dichter Comte de Lautréamont schon im 19. Jahrhundert formulierte – »schön wie die Begegnung einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Operationstisch.«“


Johannes Winkler
Musiker & Künstler